Wintersemester 2010-2011

Leitthema: Aspekte des Klimawandels

Do. 4. November 2010, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Campus II (Geocampus) , Universität Trier
Prof. Dr. Günther Heinemann (Trier)
Möglichkeiten und Grenzen der Klimamodellierung

Bei der Beurteilung der anthropogenen Klimabeeinflussung und der Entwicklung von Handlungsoptionen für Zukunftsprojektionen des Klimawandels spielen Klimamodelle eine bedeutende Rolle. In der öffentlichen Diskussion ist dagegen kaum bekannt ist, was sich hinter den Klimamodellen verbirgt, Der Vortrag erläutert die Grundlagen der aktuellen Klimamodelle auf der globalen und regionalen Skala. Es werden die Möglichkeiten und Grenzen insbesondere der regionalen Klimamodellierung mit Beispielen für Deutschland und Rheinland-Pfalz dargestellt.

Do. 18. November 2010, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Campus II (Geocampus) , Universität Trier
Prof. Dr. Heiko Paeth (Würzburg)
Globaler Klimawandel – regionale Folgen

Auch im von diversen meteorologischen Extremereignissen gekennzeichneten Jahr 2010 ist der menschgemachte Klimawandel in aller Munde. Bei richtiger Interpretation der Modellergebnisse zeichnet sich in Kombination mit Beobachtungsdaten bereits ein klares Bild der anthropogenen Klimabeeinflussung auf der globalen Skala ab. Nun gilt es, die regionale Dimension des Klimawandels zuverlässig abzubilden, um Anpassungsmaßnahmen – z.B. in der Regionalplanung – eine Entscheidungsgrundlage zu liefern. Im Vortrag werden die Zukunftsprojektionen aktueller Klimamodelle vorgestellt, das Nachweisproblem erläutert, die regionalen Implikationen des Klimawandels für Deutschland beleuchtet und die daraus folgenden Konsequenzen für den internationalen Klimaschutz diskutiert.

Do. 16. Dezember 2010, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Campus II (Geocampus) , Universität Trier
Prof. Dr.  Ludwig (München)
Klimawandel und Wasser – Schwierigkeiten der Klimafolgenforschung

Die Anzeichen eines Klimawandels sind bereits heute global festzustellen und fachwissenschaftlich nachgewiesen. Folgt man den derzeitigen Klimaprojektionen für das 21. Jahrhundert, so werden die Auswirkungen des Klimawandels insbesondere für wasserbezogene Fragestellungen weltweit zu massiven Veränderungen und Extremen führen. Betroffen sind dabei verschiedenste Handlungsbereiche wie z.B. die Sicherung der Trinkwasserversorgung, die landwirtschaftliche Produktivität oder die Energiewirtschaft.
Ein zentrales Problem der Klimafolgenforschung ist in den nach wie vor bestehenden, großen Unsicherheiten bei der Bemessung der möglichen zukünftigen Entwicklung begründet. Dabei tragen zahlreiche Komponenten (z.B. Emissionsszenarien, Klimamodelle, Modelle der Umwelt, Managementoptionen) zu einer Gesamtunsicherheit bei, durch die sowohl die Kommunikation mit den politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträgern als auch die Entwicklung konkreter (vorbeugender) Anpassungsstrategien stark beeinträchtigt wird.
Neben einer allgemeinen Betrachtung zum Stand des Wissens beleuchtet der Vortrag einige konkrete regionale Fallbeispiele anhand laufender wissenschaftlicher Projektarbeiten im Mittelmeerraum, in Mitteleuropa sowie in Kanada.

Do. 20. Januar 2011, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Campus II (Geocampus) , Universität Trier
Prof. Dr. Ralph Jätzold (Trier)
Klimawandel und andere Lebensraumveränderungen entwickeln die Menschen.

Der Homo sapiens wanderte vor ca. 40 000 Jahren während einer etwas wärmeren Klimaphase der letzten Eiszeit aus dem Nahen Osten nach Mitteleuropa ein. Er verdrängte den optimal an die Lebensbedingungen angepassten Neandertaler bis zu dessen Ausrottung. Wie war das möglich? Hat die optimale Anpassung des Neandertalers zu einer Degradation des Gehirns geführt? Hat die stetige Anpassung des Homo Sapiens an räumliche wie klimatische Gegebenheiten zu seiner Weiterentwicklung beigetragen? Wirken einige der archaischen Verhaltensrelikte heute noch nach?
Neuere Forschungen zeigen, dass durch notwendige Anpassung und rasches Einstellen auf Veränderungen die neuronale Stammzellen angeregt werden, neue Gehirnzellen zu bilden.

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