Sommersemester 2011

Donnerstag 5. Mai 2011, 18:15 Uhr
Dr. Martin Piehl (BV Mecklenburg-Vorpommern)
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Die Entwicklung des ländlichen Raumes aus der Sicht der Landwirtschaft seit 1990 am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns

Die Landwirtschaft Ostdeutschlands wurde zwischen 1945 und 1989 stark von planwirtschaftlich-bürokratischen Vorgaben im Rahmen einer marxistisch-leninistischen Agrarpolitik geprägt. Die Anwendung „industriemäßiger Produktionsmethoden“ führte zu riesigen Betriebs-, Stall und Schlaggrößen, während gleichzeitig Pflanzen- und Tierproduktion betrieblich getrennt wurden. Die Auswirkungen der Transformation dieser Strukturen nach 1990 lassen sich anhand des stark agrarwirtschaftlich geprägten Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern deutlich aufzeigen.

Donnerstag 19. Mai 2011, 18:15 Uhr
Prof. Dr. Cordula Neiberger (Universität Aachen)
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Eine Frage der Zeit? Die industrielle Entwicklung in den neuen Bundesländern am Beispiel der Uhrenindustrie

Mit der Einführung der sozialen Marktwirtschaft in den neuen Bundesländern zur Wiedervereinigung hat der dortige Wirtschaftssektor einen grundlegenden Wandel erfahren. Entgegen anfänglicher  positiver Prognosen ist allerdings bis heute keine Angleichung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an den Westen zu verzeichnen. Der Vortrag setzt an den durch die sozialistische Planwirtschaft angelegten Organisations- und Raumstrukturen an, gibt einen Überblick über die industrielle Entwicklung seit der Wende und stellt  Erklärungen hierfür zur Diskussion. Als Fallbeispiel bietet sich die Uhrenindustrie an, welche eine durchaus wechselvolle Geschichte hinter sich hat.

Donnerstag 09. Juni 2011, 18:15 Uhr
Prof. Dr. Sebastian Lentz (Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig)
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Von Leuchttürmen zu Stabilisierungsinseln: Zwei Jahrzehnte Regionalentwicklung in Ostdeutschland

Ein Resümee von zwei Jahrzehnten Regionalentwicklung in Ostdeutschland fällt nicht leicht, denn auch nach dem Einzug des Realismus in die Sprache der Politiker, Planer und Wissenschaftler ist die Geschwindigkeit der Veränderungen immer noch vergleichsweise hoch und viele soziale und wirtschaftliche Prozesse scheinen nicht abgeschlossen zu sein. So sind weder die Wanderungsströme zum Stillstand gekommen, noch zeigen sich die regionalen Wirtschaftsstrukturen schon ausreichend gefestigt, um generell „auf Westniveau“ zu sein, aber es lassen sich nunmehr stabilere Konturen einer neuen Wirtschafts- und Siedlungsstruktur ausmachen. Der Vortrag zeigt am Beispiel der Bevölkerung und der Siedlungsstruktur, was aus dem Erbe der DDR geworden ist und welche räumlichen Trends heute erkennbar sind.

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