Vorträge Wintersemester 2017/2018

CHINA – Ressourcen & Konflikte in Ostasien

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Donnerstag, 19. Oktober 2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Prof. Dr. Winfried Flüchter,
(Universität Duisburg-Essen)
China: Plakative Raumprofile
im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur.

Den weltweit bevölkerungsreichsten und drittgrößten Flächenstaat kennzeichnet eine naturgeographisch eindrucksvolle Raumkulisse mit extremen Gegensätzen. Die Spannweite reicht von den höchsten Erhebungen der Erde (Kettengebirge Tibets über 8000 m) bis zu den tiefsten Stellen (tektonische Depressionen als Oasen), von den Wüstengebieten des Fernen Nordwestens bis hin zu tropischen Regenwäldern im tiefen Süden. Monsun und Löß als naturgünstige Faktoren kontrastieren mit jahreszeitlich stark variablen Niederschlägen und Staubstürmen. Naturkatastrophen und man made Hazards erschüttern das Land regelmäßig. Der Vortrag verdeutlicht die Herausforderungen der Natur und die Antworten des Menschen – auf der Basis einer farbig-plakativen Raumgliederung – und vermittelt einen Eindruck von der Vielfalt und den Problemen Chinas an den Schnittstellen von Natur und Kultur, Ökonomie und Ökologie, Stadt und Land.

Donnerstag, 16. November 2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Petra Lang / Prof. Frank Thomas
(Universität Trier)
20 Jahre pflanzenökologische Untersuchungen in Zentralasien: flussbegleitende Vegetation im Tarimbecken Nordwestchinas

Große Teile Zentralasiens sind durch arides Klima geprägt. Dies gilt insbesondere für die Taklamakan-Wüste, die zweitgrößte Sandwüste der Erde, mit ihren Randgebieten im Tarim-Becken der Provinz Xinjiang in Nordwestchina. Wegen der extrem geringen Niederschlagsmengen und der sehr hohen potenziellen Evapotranspiration sind mehrjährige Pflanzen dort auf permanenten Anschluss an das Grundwasser angewiesen. Dazu gehört auch die Euphrat-Pappel (Populus euphratica), die in verschiedenen Regionen Zentralasiens ausgedehnte flussbegleitende Wälder, die so genannten Tugai-Wälder, bildet. Diese Wälder erbringen für die regionale und lokale Bevölkerung wichtige Ökosystem-Dienstleistungen. Ihr Fortbestand ist jedoch gefährdet durch langjährige Übernutzung in Form von Holzernte und Überweidung sowie durch Wasserentnahme aus den Flüssen und Grundwasserabsenkung zur Bewässerung ausgedehnter landwirtschaftlicher Flächen. Der Vortrag fasst Ergebnisse mehrjähriger pflanzenökologischer Untersuchungen zusammen, die als Grundlage für eine nachhaltige Nutzung dieser Wälder dienen sollen, und gibt einen Ausblick auf ein zukünftiges Projekt der Geobotanik Trier in Zentralasien.

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Prof. Dr. Joachim Hill (Universität Trier)
Umweltveränderungen und konkurrierende Nutzungsansprüche: Die Trockengebiete Nord-Chinas im Fokus langjähriger Satellitenbeobachtungen

Aufnahmen von Passanten während der häufig auftretenden Staubstürme in der chinesischen Metropole Beijing lenken seit Jahren die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Umweltprobleme in den klimatisch trockenen Regionen in Chinas Norden. Unter dem bekannten Schlagwort der „Wüstenbildung“ (Desertifikation) wird in nationalen und internationalen Presseorganen stets darauf verwiesen, dass sich Wüstengebiete in dieser Region seit geraumer Zeit ausweiten, Schlimmeres allerdings durch entschlossene Gegenmaßnahmen der Zentral- und Regionalregierung („Chinas Grüne Mauer“) bislang vermieden werden kann. Im Vortrag werden diese Umweltprozesse vor dem Hintergrund politischer Initiativen, veränderter Bewirtschaftungskonzepte und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Leistungsfähigkeit des Umweltsystems beleuchtet. Die seit kurzem mögliche Nutzung großer Datenarchive von Satelliten­beobachtungen aus mehreren Dekaden erschließt dabei gänzlich neue Perspektiven zur Charakterisierung raumverändernder Prozesse.

Donnerstag, 8. Februar 2018, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Prof. Dr. Ingo Liefner (Universität Hannover)
Eigenständige Innovationen aus China

Vorbei sind die Zeiten, in denen China sich in erster Linie als Exporteur von Bekleidung und Elektrogeräten hervorgetan hat. Heute richtet sich das öffentliche Interesse an China eher auf den vermuteten Technologiehunger des Landes und seine zunehmende Wettbewerbsfähigkeit bei innovativen Produkten. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Komplexität dieses Wandels und seine räumlichen Ausprägungen, und erörtert die Frage, welche Arten von Innovationen tatsächlich aus China zu erwarten sind.

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