Vorträge Wintersemester 2014/15 –
Welche Zukunft hat die Arktis?

plakat_WS_2014Plakat hier herunterladen!
Programm hier herunterladen!

Die Termine:

Donnerstag, 20. November 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Hans Gebhardt (Heidelberg)
Die Arktis im Fokus geoökonomischer und geopolitischer Interessen

Der Arktische Ozean rückte in den letzten Jahren in den Fokus internationaler wirtschaftlicher und geopolitischer Interessen. Das rasche Zurückschmelzen des arktischen Eisschildes im Zuge des globalen Klimawandels wird der kommerziellen Schifffahrt neue Verbindungen eröffnen, mit der Entwicklung neuer Tiefsee-Fördertechnologien werden die Rohstoffvorkommen der Arktis, insbesondere die dort vermuteten Erdöl- und Erdgasvorkommen, ökonomisch interessant. Damit wächst das Interesse insbesondere der Arktis-Anrainerstaaten an Raum- und Ressourcenkontrolle.

Der Prozess der Aufteilung der Arktis, die Herstellung von „Territorialität“ und damit die „Terranisierung“ eines Meeresraumes, die darin involvierten Akteure/Institutionen, ihre Machtressourcen und Handlungsstrategien und die sich entwickelnden Diskurse und Argumentationslogiken um Governance im Raum der Arktis werden im Vortrag aus einer geographischen Perspektive beleuchtet.

Donnerstag, 27. November 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Christoph Schneider
(RWTH Aachen)
Kränkeln Europas größte Gletscher?
Zur Bedeutung von Klimawandel und Nordatlantikdrift in der europäischen Arktis

Die größten Eismassen Europas liegen nicht auf dem Kontinent selbst sondern bei 80 Grad Nord auf Nordauslandet, einer Insel des Svalbard-Archipels nördlich von Spitzbergen. Die flachen Eisdome Austfonna und Westfonna erstrecken sich dort über viele Zehnerkilometer. Während in den meisten vergletscherten Gebieten der Erde der Klimawandel bei wenigen Ausnahmen bereits zu schrumpfenden Eismassen führt, ist die Massenbilanz von Aust- und Vestfonna erstaunlich stabil. Dass dies nicht heißt, dass sich nicht auch in der europäischen Arktis markante Änderungen abzeichnen, wird im Vortrag erläutert. Ganz im Gegenteil, die vergleichsweise geringen Änderungen im Nordosten Spitzbergens können als Vorboten eines markanten Landschaftswandels im Laufe des 21. Jahrhunderts gedeutet werden.

Donnerstag, 4. Dezember 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Günther Heinemann
(Umweltmeteorologie Universität Trier)
Mit dem Messflugzeug in der Arktis

Flugzeuge und Schiffe gehören zu den Großgeräten der deutschen Polarforschung. In Zeiten von global verfügbaren Satellitenbeobachtungen und bodengebundenen Messnetzen muss man sich aber fragen, ob extrem teure, logistisch aufwändige Messkampagnen in den Polargebieten wirklich notwendig sind. Der Referent, Prof. Dr. Günther Heinemann, erforscht seit mehr als 15 Jahren mit Messflugzeugen atmosphärische Prozesse und Meereis in der Arktis. Er gibt einen Überblick über eigene Forschungsprojekte und stellt dar, warum in-situ-Messungen mit Flugzeugen für die Erforschung des arktischen Klimasystems (noch) unverzichtbar sind. Freuen Sie sich auch auf eindrucksvolle Bilder und Videos.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.