Vorträge Sommersemester 2014 –
Südamerika: Zwischen Pampa und Fussball-WM

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Die Termine:

Donnerstag, 15. Mai 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Wilfried Endlicher (Berlin)
Die Argentinische Pampa – vom Grasmeer zur Sojawüste

Die Argentinische Pampa gilt als eine der Kornkammern der Erde. Der Mythos ihrer Rinderhirten, der Gauchos, wird in den argentinischen Steakhäusern weltweit aufrecht erhalten. Allerdings wurde die Pampa erst im 19. Jh. kolonisiert und war vorher eine baumlose Subtropen-Steppe. Heute wird die Landnutzung freilich von Sojafeldern dominiert.
Der Vortrag schildert die naturräumlichen Rahmenbedingungen der Pampa, ihre historische Entwicklung seit der Conquista sowie die aktuelle Stellung in der globalisierten Wirtschaft. Schließlich wird auch das Zentrum der Pampa, die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, vorgestellt.

Donnerstag, 5. Juni 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Martin Coy (Innsbruck)
Im Griff der ‚Festivalisierung‘? Stadtentwicklung und Stadtpolitik in Brasilien.

In wenigen Wochen werden 12 brasilianische Städte als Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft im Ausnahmezustand sein und im Fokus des Weltinteresses stehen. Die tief greifenden sozialen Spaltungen und räumlichen Fragmentierungen, die die brasilianischen Städte immer wieder, zuletzt im Juni 2013, zu Brennpunkten der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung machen, wird das Megaereignis allerdings nur für kurze Zeit in den Hintergrund drängen können. Der Vortrag nimmt den Megaevent zum Anlass, um an Beispielen aus verschiedenen Städten die Hintergründe der Stadtentwicklung, die stadtpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Trends der Stadterneuerung unter die Lupe zu nehmen. Dabei soll eine Antwort auf die Frage gefunden werden, ob die demnächst und in den kommenden Jahren anstehenden Großereignisse, also die „Festivalisierung“ der Stadt, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu leisten in der Lage sind.

Donnerstag, 3. Juli 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Martina Neuburger, Hamburg
Globalisierung und Widerstand in Lateinamerika

In Lateinamerika zeigt die Globalisierung in vielen Bereichen ihr besonders hässliches Gesicht: Global Players wie transnationale Unternehmen beuten mineralische Rohstoffe der Anden rücksichtslos aus, der globalisierte Sojaanbau überrollt nahezu alle anderen ländlichen Lebensformen, und in den Städten lassen internationale Investoren Sanierungskonzepte durchführen, die keinen Platz für die Vielfalt der Lebensformen zulassen. Gegen diese Ausgrenzungs- und Verdrängungsprozesse wehren sich in den letzten Jahren immer mehr Bevölkerungsgruppen, bauen neue Perspektiven auf und schaffen Widerstandsräume. Sie schließen sich in den unterschiedlichsten Organisationen und Bewegungen zusammen und entwickeln äußerst innovative Strategien, um sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen und die Politik unter Druck zu setzen. Nicht zuletzt über die Nutzung neuer Kommunikationsmedien schaffen sie es, sich untereinander eng zu vernetzen und zu artikulieren. Unter anderem durch den Kontakt zu NGOs erlangen sie internationale Solidarität und avancieren damit zu Global Citizens (Weltbürger).

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