Vorträge Wintersemester 2017/2018

CHINA – Ressourcen & Konflikte in Ostasien

2017-10-15 17_58_06-plakat_WS_2017_2018.pdf - Adobe Acrobat Pro

Programm -> hier herunterladen PDF, 789KB

Plakat -> hier herunterladen PDF, 1588KB

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Prof. Dr. Winfried Flüchter,
(Universität Duisburg-Essen)
China: Plakative Raumprofile
im Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur.

Den weltweit bevölkerungsreichsten und drittgrößten Flächenstaat kennzeichnet eine naturgeographisch eindrucksvolle Raumkulisse mit extremen Gegensätzen. Die Spannweite reicht von den höchsten Erhebungen der Erde (Kettengebirge Tibets über 8000 m) bis zu den tiefsten Stellen (tektonische Depressionen als Oasen), von den Wüstengebieten des Fernen Nordwestens bis hin zu tropischen Regenwäldern im tiefen Süden. Monsun und Löß als naturgünstige Faktoren kontrastieren mit jahreszeitlich stark variablen Niederschlägen und Staubstürmen. Naturkatastrophen und man made Hazards erschüttern das Land regelmäßig. Der Vortrag verdeutlicht die Herausforderungen der Natur und die Antworten des Menschen – auf der Basis einer farbig-plakativen Raumgliederung – und vermittelt einen Eindruck von der Vielfalt und den Problemen Chinas an den Schnittstellen von Natur und Kultur, Ökonomie und Ökologie, Stadt und Land.

Donnerstag, 16. November 2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Petra Lang / Prof. Frank Thomas
(Universität Trier)
20 Jahre pflanzenökologische Untersuchungen in Zentralasien: flussbegleitende Vegetation im Tarimbecken Nordwestchinas

Große Teile Zentralasiens sind durch arides Klima geprägt. Dies gilt insbesondere für die Taklamakan-Wüste, die zweitgrößte Sandwüste der Erde, mit ihren Randgebieten im Tarim-Becken der Provinz Xinjiang in Nordwestchina. Wegen der extrem geringen Niederschlagsmengen und der sehr hohen potenziellen Evapotranspiration sind mehrjährige Pflanzen dort auf permanenten Anschluss an das Grundwasser angewiesen. Dazu gehört auch die Euphrat-Pappel (Populus euphratica), die in verschiedenen Regionen Zentralasiens ausgedehnte flussbegleitende Wälder, die so genannten Tugai-Wälder, bildet. Diese Wälder erbringen für die regionale und lokale Bevölkerung wichtige Ökosystem-Dienstleistungen. Ihr Fortbestand ist jedoch gefährdet durch langjährige Übernutzung in Form von Holzernte und Überweidung sowie durch Wasserentnahme aus den Flüssen und Grundwasserabsenkung zur Bewässerung ausgedehnter landwirtschaftlicher Flächen. Der Vortrag fasst Ergebnisse mehrjähriger pflanzenökologischer Untersuchungen zusammen, die als Grundlage für eine nachhaltige Nutzung dieser Wälder dienen sollen, und gibt einen Ausblick auf ein zukünftiges Projekt der Geobotanik Trier in Zentralasien.

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Prof. Dr. Joachim Hill (Universität Trier)
Umweltveränderungen und konkurrierende Nutzungsansprüche: Die Trockengebiete Nord-Chinas im Fokus langjähriger Satellitenbeobachtungen

Aufnahmen von Passanten während der häufig auftretenden Staubstürme in der chinesischen Metropole Beijing lenken seit Jahren die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Umweltprobleme in den klimatisch trockenen Regionen in Chinas Norden. Unter dem bekannten Schlagwort der „Wüstenbildung“ (Desertifikation) wird in nationalen und internationalen Presseorganen stets darauf verwiesen, dass sich Wüstengebiete in dieser Region seit geraumer Zeit ausweiten, Schlimmeres allerdings durch entschlossene Gegenmaßnahmen der Zentral- und Regionalregierung („Chinas Grüne Mauer“) bislang vermieden werden kann. Im Vortrag werden diese Umweltprozesse vor dem Hintergrund politischer Initiativen, veränderter Bewirtschaftungskonzepte und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Leistungsfähigkeit des Umweltsystems beleuchtet. Die seit kurzem mögliche Nutzung großer Datenarchive von Satelliten­beobachtungen aus mehreren Dekaden erschließt dabei gänzlich neue Perspektiven zur Charakterisierung raumverändernder Prozesse.

Donnerstag, 8. Februar 2018, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Universität Trier

Prof. Dr. Ingo Liefner (Universität Hannover)
Eigenständige Innovationen aus China

Vorbei sind die Zeiten, in denen China sich in erster Linie als Exporteur von Bekleidung und Elektrogeräten hervorgetan hat. Heute richtet sich das öffentliche Interesse an China eher auf den vermuteten Technologiehunger des Landes und seine zunehmende Wettbewerbsfähigkeit bei innovativen Produkten. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Komplexität dieses Wandels und seine räumlichen Ausprägungen, und erörtert die Frage, welche Arten von Innovationen tatsächlich aus China zu erwarten sind.

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge im Sommersemester 2017

 

2017-04-28 07_27_09-plakat_SS_2017.pdf - Adobe Acrobat Pro

Programm -> hier herunterladen (678 KB)

Plakat -> hier herunterladen (3MB)

 

Donnerstag, 04.05.2017, 18:15 Uhr
Universität Trier, Campus II, Hörsaal 13

Prof. Dr. Sebastian Lentz
(Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig)

Produkte der Risikogesellschaft – Europäische Kulturlandschaften.

Die Europäische Union pflegt verschiedene Erfolgserzählungen über ihre Geschichte. Auf einer Spurensuche durch Landschaften in Europa sucht der Vortrag anhand des Umgangs mit Risiken nach alternativen Deutungsmöglichkeiten der europäischen Integration.

Donnerstag, 01.06.2016, 18:15 Uhr
Universität Trier, Campus II, Hörsaal 13

Prof. Dr. Johann-Bernhard Haversath
(Universität Gießen)

Alles nur Katastrophen? Ethnien, Territorien und Religionen an der EU-Ostgrenze in dauerndem Wandel.

Am Beispiel von Polen, Rumänien, Moldawien und der westlichen Ukraine werden die vielschichtigen und unterschiedlichen Entwicklungspfade vorgestellt, welche dies- und jenseits der EU-Ostgrenze die aktuellen gesellschaftlichen Weichenstellungen in besonderer Weise beeinflussen. Es geht um räumliche, zeitliche und gesellschaftliche Dimensionen, die uns in Deutschland in dieser Form nur wenig vertraut sind, um ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt in Stadt und Land.

Donnerstag, 20.07.2017, 18:15 Uhr
Universität Trier, Campus II, Hörsaal 12

Prof. Dr. Paul Reuber (Universität Münster)

Politische Geographien und geopolitische Leitbilder in Europa nach dem Ende
des Kalten Krieges.

Seit dem Ende des Kalten Krieges hat sich die politisch-geographische Landkarte Europas stark verändert. Mit dem Wegfall der Blockkonfrontation und dem Eisernen Vorhang haben sich alte Machtkonstellationen verabschiedet und neue gefunden. Wichtige Meilensteine dieser Entwicklung waren die Osterweiterungen der EU, die in das Machtvakuum des zerfallenden Warschauer Paktes hineingriffen. Sie haben nicht nur die innere Balance der westeuropäischen Staatengemeinschaft in vielerlei Hinsicht verändert, sondern auch die geopolitischen Leitbilder von Ost und West in eine neue Konfiguration gebracht. In diese lang angelegten Prozesse bringen Entwicklungen wie die EU-Finanzkrise, internationale Flüchtlingsströme, die Konflikte zwischen Russland und seinen westlichen Anrainerstaaten, der Brexit sowie die Zunahme nationalistisch-rechter Bewegungen weitere Dynamiken hinein, die die Politischen Geographien Europas komplizierter und unberechenbarer machen. In diesen Krisen und Konflikten spielen geopolitische Leitbilder und Risikoszenarien eine wichtige und politisch wirksame Rolle. Sie beeinflussen die öffentliche Meinung, polarisieren die Debatten und wirken sich auch auf politische Abstimmungsprozesse aus. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Vortrag nach einem einführenden Überblick die oben genannten Entwicklungen und geopolitischen Leitbilder an ausgewählten Beispielen.

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge im Wintersemester 2016/1017

Die Vereinigten Staaten von Amerika

plakat_ws_2016_2017

Plakat herunterladen -> hier

Programm herunterladen -> hier

Donnerstag, 10.11.2016, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier
Dr. Thomas Brühne, (Universität Koblenz-Landau)
Endstation Postapokalypse? – Ökologische und gesellschaftliche Probleme am Salton Sea, Kalifornien

Donnerstag, 24.11.2016, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier
Referent: Prof. Dr. Hans Dieter Laux (Universität Bonn)
Jenseits von ‚Black and White’ – Die Vereinigten Staaten auf dem Weg in eine multikulturelle Gesellschaft?

Donnerstag, 01.12.2016, 18:15 Uhr
Hörsaal 12, Geocampus (Campus II), Universität Trier
Dr. Konrad Schliephake (Universität Würzburg)
Fracking und Ölsande in Nordamerika – Illusionen und Realitäten der Energiemärkte

Donnerstag, 12.01.2017, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier
Prof. Dr. Ulrike Gerhard (Universität Heidelberg)
Growing Apart? Wachstum und Ungleichheit in US-amerikanischen Städten

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge im Sommersemester 2016
Der arabische Frühling –
was ist daraus geworden?

plakat_SS_2016

Plakat (korrigiert) herunterladen

Programm (korrigiert) herunterladen

 

Donnerstag, 12. Mai 2016, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Hans Hopfinger
(Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt)
Zwischen Terrorismus und Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht: Tourismus in der Arabischen Welt

Donnerstag, 9. Juni 16. Juni 2016, 18:15 Uhr – Achtung: neuer Termin
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Andreas Dittmann
(Justus-Liebig-Universität Giessen)
Fluchtursachen – Zur Geographie der Hauptherkunftsländer Syrien, Afghanistan und Eritrea

Donnerstag, 16. Juni 9. Juni 2016, 18:15 Uhr Achtung: neuer Termin
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Günter Meyer
(Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
Megastadt Kairo –
Vom Arabischen Frühling an den Rand des Abgrunds?

Publiziert am von Eric Losang

Festkolloquium anlässlich des 40-jährigen
Bestehens der Gesellschaft

Am Donnerstag, dem 10.12.2015 um 18:00 Uhr findet im Hörsaal 13 auf dem Campus II der Universität Trier ein Festkolloquium anlässlich des 40-jährigen bestehens der Geographischen Gesellschaft Trier statt.

Vorträge:

Ostafrika 1974 – Die Geburtsstunde der
Geographischen Gesellschaft Trier“
(Ralph Jätzold, Trier)

„Geographische Gesellschaften als Vermittlerinnen zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit (1820-1970)“
(Ute Wardenga, Leipzig)

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge Wintersemester 2015/2016 Ostafrika

plakatWS2015_2016kl

Plakat herunterladen

Programm herunterladen

Die Termine:

Donnerstag, den 12. November
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Prof. Dr. Thomas Mölg, Professor of Climatology (Friedrich-Alexander-Universiät (FAU) Erlangen-Nürnberg)
Schnee und Eis am Äquator: Ostafrikas Gletscher als Schlüssel zur tropischen Klimadynamik

Donnerstag, den 3. Dezember 2015
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Prof. Dr. Beate Lohnert (Universität Bayreuth)
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Ostafrika?

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18:00 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
FESTVERANSTALTUNG
zum 40-jährigen Bestehen der
Geographischen Gesellschaft Trier

Donnerstag, den 14. Januar 2016
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II)
Univ-Prof. Mag. Dr. Ernst Steinicke (Universität Innsbruck)
Von Königreichen und Alpinisten
Konsequenzen der Nationalparkgründung im ugandischen Ruwenzori

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge Sommersemester 2015
Das neue Russland

plakat_SS_2015Plakat hier herunterladen!
Programm hier herunterladen!

Donnerstag, 11. Juni 2015, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Jörg Stadelbauer
(Universität Freiburg)
„Russlands Grenzen – kein unumstrittener status quo“

Bei der Auflösung der Sowjetunion einigten sich die politischen Führer der Nachfolgestaaten darauf, zunächst die bisherigen Grenzen der Unionsrepubliken unverändert als neue Staatsgrenzen anzuerkennen und den Status quo beizubehalten. Zwar blieben Grenzziehungen und Territorialzuordnungen nicht unumstritten, und es gab auch kleinere, gegenseitig abgestimmte Korrekturen, aber die Annexion der Krim durch Russland war die erste massive Abkehr von einer Geopolitik eingefrorener Grenzen. Am Beispiel mehrerer Grenzsituationen will der Vortrag die räumlichen und geschichtlichen Hintergründe beleuchten, die gelösten und ungelösten Konflikten an Grenzabschnitten zugrundeliegen. Bei den innerrussischen Grenzen gab es seit der Jahrhundertwende einzelne Verschiebungen, die auf Verwaltungsnotwendigkeiten, Befriedungsaktionen und Metropolenwachstum zurückzuführen sind. Auch sie sollen unter politisch-geographischen Gesichtspunkten beleuchtet werden.

Donnerstag, 2. Juli 2015, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

PDr. Isolde Brade (Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig)
„Die Städte Russlands im Spannungsfeld von Globalisierung und Provinzialismus“

Es sind vor allem die Städte Russlands, in denen sich Modernisierungsprozesse im Kontext von Globalisierung, Transnationalität und Nationalstaatsbildung räumlich niederschlagen. Sie verkörpern die neuen sozioökonomischen, räumlichen und politischen Dynamiken. Der Bedeutungswandel der Städte unter den seit dem Zerfall der Sowjetunion und der gesellschaftlichen Systemtransformation veränderten politischen Rahmenbedingungen bedingt dabei besondere Formen und Ausprägungen der Anpassung an aktuelle Phänomene der Globalisierung und Internationalisierung. Ebenso prägt die Größe des Landes mit seinen kontinentalen Ausmaßen die regionale, ökonomische, naturräumliche und ethnische Differenziertheit der urbanen Räume.
Der Vortrag greift diese Aspekte auf. Er beruht auf einem langjährigen Russland-Monitoring im Rahmen von Forschungsprojekten, Kooperationen mit Wissenschaftlern sowie Praktikern aus Verwaltung und Wirtschaft und geht insbesondere den Fragen nach:
•    Welche sozialökonomischen Auf- und Abwertungen von Städten und Städtegruppen sind im Zuge der globalen und gesellschaftlichen Systemveränderungen zu beobachten?
•    Welche Städte sind die Gewinner, welche die Verlierer? Und warum?

Donnerstag, 9. Juli 2015, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Peter Lindner
(Universität Frankfurt/Main)

„Ich bin hier der Gutsherr
und ihr seid meine Leibeigenen“
Wege, Umwege und Irrwege der Entwicklung des russischen Agrarsektors seit dem Ende der Sowjetunion

Die Reorganisation der Kollektivbetriebe im ländlichen Raum Russlands zählt zu den größten Privatisierungsprojekten überhaupt: Einbezogen waren über 10 Mio. Beschäftigte und eine Fläche, die dem fünffachen Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland entsprach. Die Auflösung der Kolchoze und Sovchoze musste dabei meist gegen den Willen der Betroffenen durchgesetzt werden und das ursprüngliche Ziel, die Etablierung kleinbäuerlicher Strukturen, wurde nicht einmal in Ansätzen erreicht. Der Vortrag geht den Ursachen dieses Scheiterns nach und zeigt, dass der Schlüssel zum Verständnis des Verlaufs der Transformation in der symbiotischen Beziehung zwischen Hofwirtschaften und Großbetrieben zu sehen ist. Er endet mit einem Überblick zu den jüngsten Entwicklungen, die häufig mit dem Begriff „Land Grabbing“ umschrieben werden und eine völlig unerwartete Wende in der nunmehr fast 25jährigen Geschichte des Privatisierungsprozesses im ländlichen Raum Russlands bedeuten.

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge Wintersemester 2014/15 –
Welche Zukunft hat die Arktis?

plakat_WS_2014Plakat hier herunterladen!
Programm hier herunterladen!

Die Termine:

Donnerstag, 20. November 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Hans Gebhardt (Heidelberg)
Die Arktis im Fokus geoökonomischer und geopolitischer Interessen

Der Arktische Ozean rückte in den letzten Jahren in den Fokus internationaler wirtschaftlicher und geopolitischer Interessen. Das rasche Zurückschmelzen des arktischen Eisschildes im Zuge des globalen Klimawandels wird der kommerziellen Schifffahrt neue Verbindungen eröffnen, mit der Entwicklung neuer Tiefsee-Fördertechnologien werden die Rohstoffvorkommen der Arktis, insbesondere die dort vermuteten Erdöl- und Erdgasvorkommen, ökonomisch interessant. Damit wächst das Interesse insbesondere der Arktis-Anrainerstaaten an Raum- und Ressourcenkontrolle.

Der Prozess der Aufteilung der Arktis, die Herstellung von „Territorialität“ und damit die „Terranisierung“ eines Meeresraumes, die darin involvierten Akteure/Institutionen, ihre Machtressourcen und Handlungsstrategien und die sich entwickelnden Diskurse und Argumentationslogiken um Governance im Raum der Arktis werden im Vortrag aus einer geographischen Perspektive beleuchtet.

Donnerstag, 27. November 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Christoph Schneider
(RWTH Aachen)
Kränkeln Europas größte Gletscher?
Zur Bedeutung von Klimawandel und Nordatlantikdrift in der europäischen Arktis

Die größten Eismassen Europas liegen nicht auf dem Kontinent selbst sondern bei 80 Grad Nord auf Nordauslandet, einer Insel des Svalbard-Archipels nördlich von Spitzbergen. Die flachen Eisdome Austfonna und Westfonna erstrecken sich dort über viele Zehnerkilometer. Während in den meisten vergletscherten Gebieten der Erde der Klimawandel bei wenigen Ausnahmen bereits zu schrumpfenden Eismassen führt, ist die Massenbilanz von Aust- und Vestfonna erstaunlich stabil. Dass dies nicht heißt, dass sich nicht auch in der europäischen Arktis markante Änderungen abzeichnen, wird im Vortrag erläutert. Ganz im Gegenteil, die vergleichsweise geringen Änderungen im Nordosten Spitzbergens können als Vorboten eines markanten Landschaftswandels im Laufe des 21. Jahrhunderts gedeutet werden.

Donnerstag, 4. Dezember 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Günther Heinemann
(Umweltmeteorologie Universität Trier)
Mit dem Messflugzeug in der Arktis

Flugzeuge und Schiffe gehören zu den Großgeräten der deutschen Polarforschung. In Zeiten von global verfügbaren Satellitenbeobachtungen und bodengebundenen Messnetzen muss man sich aber fragen, ob extrem teure, logistisch aufwändige Messkampagnen in den Polargebieten wirklich notwendig sind. Der Referent, Prof. Dr. Günther Heinemann, erforscht seit mehr als 15 Jahren mit Messflugzeugen atmosphärische Prozesse und Meereis in der Arktis. Er gibt einen Überblick über eigene Forschungsprojekte und stellt dar, warum in-situ-Messungen mit Flugzeugen für die Erforschung des arktischen Klimasystems (noch) unverzichtbar sind. Freuen Sie sich auch auf eindrucksvolle Bilder und Videos.

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge Sommersemester 2014 –
Südamerika: Zwischen Pampa und Fussball-WM

plakat_SS_2014Plakat hier herunterladen!
Programm hier herunterladen!

Die Termine:

Donnerstag, 15. Mai 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Wilfried Endlicher (Berlin)
Die Argentinische Pampa – vom Grasmeer zur Sojawüste

Die Argentinische Pampa gilt als eine der Kornkammern der Erde. Der Mythos ihrer Rinderhirten, der Gauchos, wird in den argentinischen Steakhäusern weltweit aufrecht erhalten. Allerdings wurde die Pampa erst im 19. Jh. kolonisiert und war vorher eine baumlose Subtropen-Steppe. Heute wird die Landnutzung freilich von Sojafeldern dominiert.
Der Vortrag schildert die naturräumlichen Rahmenbedingungen der Pampa, ihre historische Entwicklung seit der Conquista sowie die aktuelle Stellung in der globalisierten Wirtschaft. Schließlich wird auch das Zentrum der Pampa, die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, vorgestellt.

Donnerstag, 5. Juni 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Martin Coy (Innsbruck)
Im Griff der ‚Festivalisierung‘? Stadtentwicklung und Stadtpolitik in Brasilien.

In wenigen Wochen werden 12 brasilianische Städte als Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft im Ausnahmezustand sein und im Fokus des Weltinteresses stehen. Die tief greifenden sozialen Spaltungen und räumlichen Fragmentierungen, die die brasilianischen Städte immer wieder, zuletzt im Juni 2013, zu Brennpunkten der gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung machen, wird das Megaereignis allerdings nur für kurze Zeit in den Hintergrund drängen können. Der Vortrag nimmt den Megaevent zum Anlass, um an Beispielen aus verschiedenen Städten die Hintergründe der Stadtentwicklung, die stadtpolitischen Rahmenbedingungen sowie die Trends der Stadterneuerung unter die Lupe zu nehmen. Dabei soll eine Antwort auf die Frage gefunden werden, ob die demnächst und in den kommenden Jahren anstehenden Großereignisse, also die „Festivalisierung“ der Stadt, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu leisten in der Lage sind.

Donnerstag, 3. Juli 2014, 18 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus (Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Martina Neuburger, Hamburg
Globalisierung und Widerstand in Lateinamerika

In Lateinamerika zeigt die Globalisierung in vielen Bereichen ihr besonders hässliches Gesicht: Global Players wie transnationale Unternehmen beuten mineralische Rohstoffe der Anden rücksichtslos aus, der globalisierte Sojaanbau überrollt nahezu alle anderen ländlichen Lebensformen, und in den Städten lassen internationale Investoren Sanierungskonzepte durchführen, die keinen Platz für die Vielfalt der Lebensformen zulassen. Gegen diese Ausgrenzungs- und Verdrängungsprozesse wehren sich in den letzten Jahren immer mehr Bevölkerungsgruppen, bauen neue Perspektiven auf und schaffen Widerstandsräume. Sie schließen sich in den unterschiedlichsten Organisationen und Bewegungen zusammen und entwickeln äußerst innovative Strategien, um sich in der Öffentlichkeit Gehör zu verschaffen und die Politik unter Druck zu setzen. Nicht zuletzt über die Nutzung neuer Kommunikationsmedien schaffen sie es, sich untereinander eng zu vernetzen und zu artikulieren. Unter anderem durch den Kontakt zu NGOs erlangen sie internationale Solidarität und avancieren damit zu Global Citizens (Weltbürger).

Publiziert am von Eric Losang

Vorträge Wintersemester 2013/2014 – Afrika: Gestern-Heute-Morgen

Plakat Wintersemester 2013 2014

Die Termine:

Donnerstag, 7.November 2013, 18:15 Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier
Prof. Dr. Herbert Popp (Universität Bayreuth)
Die Berber – eine Ethnie in Nordafrika
zwischen kultureller Identität und touristischer Vermarktung

SONDERVERANSTALTUNG
Festkolloquium zum 80. Geburtstag von Ralph Jätzold
Donnerstag, 5. Dezember 2013, 18:15Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier

Prof. Dr. Berthold Hornetz (Universität Trier)
Ralph Jätzold, ein vielseitiger Spezialist mit Forschungsschwerpunkt Ostafrika (Laudatio)

Prof. Dr. Ralph Jätzold (Universität Trier)
Inside Africa – Erfahrungen, Erlebnisse, Erkenntnisse, Erwartungen
(Autorenlesung)

Diplombiogeograph Mike Teucher (Universität Trier)
Wie geht es weiter mit Jätzolds  Agro-ökologischen Zonen in Kenya?
(Festvortrag)

Donnerstag, 23. Januar 2014, 18:15Uhr
Hörsaal 13, Geocampus ( Campus II), Universität Trier
PD Dr. Jan Christian Habel (TTU München)
Die letzten Bergwälder Ostafrikas – Entwicklung und Zukunftsperspektiven wertvoller Bioinseln: die Usambaras, Chyulu Hills und andere.

Vollständiges Programm hier herunterladen (pdf-Dokument 185kb).

Publiziert am von Eric Losang